Die Kosten variieren stark je nach Umfang und Methode. Lokale Anbieter nennen für Sanierungspakete inklusive Trocknung oft Preise ab ca. 2.500 €. Eine Innenabdichtung kostet typischerweise 500-1000 € pro laufendem Meter, eine Außenabdichtung 800–1.500 € pro Meter (bezogen auf den Hausumfang). Öffentliche Ratgeber geben vergleichbare Richtwerte an (Außen ca.800–1.500 €/lfm, Innen 500–1000 €/m²). Eine genaue Kalkulation ist immer einzelfallabhängig.
Man unterscheidet hauptsächlich Innen- und Außenabdichtung. Bei der Innenabdichtung wird Feuchtigkeit durch Dichtschlämmen, Sperrputz oder Injektionsverfahren (z. B. gegen aufsteigende Feuchtigkeit) von innen abgehalten. Die Außenabdichtung erfordert das Freilegen der Kellerwände und das Aufbringen von Bitumenbahnen oder mineralischer Dichtschlämme. Ergänzend kommen chemische Horizontalsperren, Rissverpressungen und die Erstellung von Wassersperren („Weiße Wanne“ oder „Braune Wanne“) zum Einsatz.
Der Eigentümer bzw. Vermieter ist für die Kellerabdichtung verantwortlich. Mieter trifft keine Pflicht dazu. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. bei einem versicherten Schaden) können Gebäude- oder Elementarschadenversicherungen Teile der Kosten übernehmen.
Eine fachgerecht ausgeführte Außenabdichtung kann mehrere Jahrzehnte (bis zu ca. 50 Jahre) halten. Innenabdichtungen erreichen oft eine Lebensdauer von 20 Jahren oder mehr. Regelmäßige Kontrollen der Abdichtung und der Drainage tragen wesentlich zur Langlebigkeit bei.
Typische Anzeichen sind feuchte oder verfärbte Wandflächen, Wasserflecken, abplatzender Putz, Salzausblühungen (weiße Flecken), Schimmelbildung sowie ein muffiger Geruch. Auch kondensierende Wassertröpfchen an Wänden oder Decke deuten auf Feuchtigkeitsprobleme hin. Solche Warnsignale sollten schnell von einem Fachmann abgeklärt werden.
Eine Kellerabdichtung ist sinnvoll, sobald Feuchtigkeitsprobleme erkennbar sind oder bei älteren Gebäuden zu erwarten sind. Bei nassen Wänden, Schimmel oder regelmäßigem Wassereintritt nach Regen schützt sie die Bausubstanz langfristig. In niederschlagsreichen Regionen wie Aachen und Düren sowie bei Altbauten ohne horizontale Sperre ist sie besonders empfehlenswert.
Zunächst erfolgt eine gründliche Schadensanalyse und Leckageortung. Anschließend wird der Keller trockengelegt (Abpumpen, Einsatz von Bautrocknern). Danach wird die eigentliche Abdichtung durchgeführt – entweder von innen (Dichtschlämme, Injektionen) oder von außen (Freilegen und Abdichten der Wände).
Die Dauer hängt von Methode und Objektgröße ab. Eine Außenabdichtung benötigt in der Regel 1–2 Wochen, abhängig von der Zugänglichkeit. Innenabdichtungen sind oft schneller umsetzbar. Insgesamt sollte man mit mehreren Tagen bis wenigen Wochen rechnen.
In Aachen gibt es Programme wie ‚Altbau-Plus‘, die energetische und bautechnische Sanierungen fördern können. Auch Bundes- oder Landesförderungen (z. B. über die KfW oder BAFA) kommen unter Umständen infrage. Genauere Informationen erhalten Sie bei den örtlichen Behörden oder einer unabhängigen Energieberatung.
Bei akutem Wassereintritt (z. B. durch Starkregen oder Rohrbruch) zuerst das Wasser abpumpen und den Keller intensiv lüften bzw. mit Bautrocknern trocknen. Parallel die Eintrittsstelle provisorisch abdichten. Fachfirmen setzen professionelle Pumpen und Trocknungsgeräte ein, um die Feuchtigkeit innerhalb weniger Tage zu beseitigen.